Pravilnik o minimalnim zahtjevima energetske efikasnosti zgrada
Sechs Anforderungen aus der geltenden Verordnung. Die beiden oberen Zeilen ergeben zusammen einen Schluss, der im Normtext mit keinem Satz steht — er folgt unter der Tabelle.
| Was geregelt wird | Wert | Prüfverfahren |
|---|---|---|
| Luftwechsel bei Anwesenheit von Menschenwie oft sich die Luft je Stunde vollständig erneuern soll | 0,5h⁻¹ | Berechnung |
| Dichtheit mit mechanischer LüftungLeckluftwechsel bei 50 Pa Druckdifferenz | ≤ 1,5h⁻¹ | MEST EN ISO 9972 |
| Luftwechsel bei Abwesenheit | 0,3h⁻¹ | Berechnung |
| Dichtheit ohne mechanische Lüftung | ≤ 3,0h⁻¹ | MEST EN ISO 9972 |
| Wärmerückgewinnungnur bei vier Bedingungen gleichzeitig, darunter ein Gesamtvolumenstrom über 2500 m³/h — eine einzelne Wohnung erreicht das nie | > 50% | Wirkungsgrad |
| Kondensat an InnenoberflächenBauteile sind so zu planen, dass es verhindert wird | unzulässig | MEST EN ISO 13788 |
Der Schluss aus den beiden hervorgehobenen Zeilen. Das Haus muss dicht sein — höchstens 1,5 Volumen Leckage je Stunde. Und es muss gleichzeitig einen halben Luftwechsel je Stunde liefern, solange Menschen darin sind. Durch Fugen kommt diese Menge physikalisch nicht zusammen. Also muss ein dichtes Haus eine mechanische Lüftung haben — nicht weil es so geschrieben steht, sondern weil sich sonst zwei Anforderungen nicht gleichzeitig erfüllen lassen.
Quelle: «Pravilnik o minimalnim zahtjevima energetske efikasnosti zgrada», «Službeni list Crne Gore» Nr. 47/2024 — Artikel 10, 11, 20 und 23. Die Schlussfolgerung ist unsere; eine ausdrückliche Pflicht zur mechanischen Wohnungslüftung steht nicht im Text. Die Anforderung an die Wärmerückgewinnung gilt für eine normale Wohnung nicht: die Schwelle von 2500 m³/h betrifft Gebäude, nicht Wohnungen.
Umweltbundesamt · Klassen nach VDI 2719
Schalldämmung von Fenstern in Dezibel. Oben Orientierungswerte realer Konstruktionen, darunter die Klassen, mit denen Hersteller arbeiten. Alles davon gilt genau bis zu dem Moment, in dem der Flügel zum Lüften geöffnet wird.
Klassen nach VDI 2719
Welcher Außenlärm als vertretbar gilt — WHO, 2018
Das Wichtigste an diesem Bild sind nicht die Zahlen, sondern der Vorbehalt daneben. Die deutsche Bundesbehörde schreibt zwei Dinge hintereinander: ein Schallschutzfenster wirkt nur, solange es geschlossen bleibt, und ein dichtes Schallschutzfenster unterbindet den natürlichen Luftaustausch und erzeugt Tauwasserrisiko. Der Ausweg wird ebendort genannt: entweder Stoßlüften alle paar Stunden oder ein schalldämmender Lüfter fürs Schlafzimmer mit mindestens 50 m³/h. Ein Fenster der Klasse 6, dessen Flügel die ganze Nacht offen steht, ist ein Fenster der Klasse 1.
Quellen: Umweltbundesamt, «Wissenswertes über die Schalldämmung von Fenstern» — daher alle Dezibelwerte und die Klassen nach VDI 2719; WHO Environmental Noise Guidelines for the European Region, 2018 — alle sechs Werte sind dort als starke Empfehlung eingestuft. Der Bereich 20–60 dB bezieht sich im Dokument auf Fenster insgesamt und nicht gesondert auf Schallschutzfenster; die Balken folgen diesen Grenzen.
ISO 16890 · löste EN 779:2012 ab
Die Norm hat EN 779:2012 abgelöst und die Logik geändert: ein Filter wird nicht mehr nach abstrakter Effizienz eingeordnet, sondern nach der Partikelfraktion, die er zu mindestens der Hälfte zurückhält.
Klasse 1
ISO Coarse
Grobstaub
Klasse 2
ISO ePM10
Partikel bis 10 µm
Klasse 3
ISO ePM2.5
Partikel bis 2,5 µm
Klasse 4
ISO ePM1
Partikel bis 1 µm
Und wo bleibt das Meersalz? Die Antwort ist nicht die erwartete. Messungen des Meeresaerosols zeigen, dass seine Masse in Partikeln über einem Mikrometer steckt: die Hauptmoden liegen bei 1–2 µm und bei etwa 5 µm, auf die übermikrometrische Fraktion entfallen rund neun Zehntel der Masse. Salz wird also bereits auf dem Niveau ePM10 und ePM2.5 abgeschieden, ePM1 ergänzt nicht das Salz, sondern das Feine aus Verbrennung. Der Schluss wird dadurch nicht schwächer, sondern genauer: an der Küste zählt die Filterklasse und nicht das Wort «Filter» in der Wohnungsbeschreibung.
Quellen: ISO 16890 — löste EN 779:2012 ab und gilt seit 2018 nach achtzehnmonatiger Übergangsfrist als verbindlicher internationaler Standard; in eine Klasse fällt ein Filter mit mindestens 50 % Abscheidegrad in seiner Fraktion. Die Partikelgrößen des Meeresaerosols nach Feldmessungen, veröffentlicht in Scientific Reports (2017). Die Orientierung ePM1 für die zweite Filterstufe stammt aus VDI 6022 Blatt 1 und der Neufassung von VDI 3803 Blatt 4 (Januar 2023) — eine Empfehlung für Lüftungsanlagen, keine Norm für Wohngebäude; eine verbindliche Filterklasse für Wohngebäude legt die montenegrinische Verordnung nicht fest.