Eine Wohnung in Bar kann man auch ohne Konto bei einer montenegrinischen Bank kaufen — das Geld geht per Überweisung direkt vom eigenen Konto zu Hause, und der Verkäufer, wenn es sich um einen Bauträger wie Zen Gardens handelt, erhält es auf sein lokales Konto. Doch danach beginnt der ganz normale Alltag: Grundsteuer, Nebenkosten, die Kfz-Versicherung, über die wir bereits im Beitrag über Auto und Führerschein in Montenegro geschrieben haben — und hier wird es ohne lokales Konto bereits unbequem. Die Frage „Braucht man ein Konto“ zerfällt eigentlich in zwei verschiedene Fragen: Ist es gesetzlich vorgeschrieben (nein) und ist das Leben ohne Konto bequem (auch nein). Wir gehen der Frage nach, was durch offizielle Quellen und die Websites der Banken selbst bestätigt ist — und was nur Versprechen von Umzugsagenturen sind, die wir nicht überprüfen konnten.
Ein Konto bei einer montenegrinischen Bank ist für den Kauf einer Immobilie nicht zwingend erforderlich — bezahlt werden kann per Auslandsüberweisung, und unserer Erfahrung aus dem Verkauf von Zen Gardens nach reicht das aus, solange mindestens eine Seite der Transaktion über ein Konto verfügt. Doch seit dem 12. Mai 2026 verbieten Änderungen am Gesetz zur Bekämpfung der Geldwäsche Barzahlungen ab 10.000 € bei Immobiliengeschäften, einschließlich der Aufteilung des Betrags in mehrere Teilzahlungen — das drängt ohnehin in Richtung bargeldloser Zahlung über eine Bank. Mehrere Banken eröffnen Nicht-Residenten ein Konto allein auf Basis eines Reisepasses — Prva Banka und Adriatic Bank bestätigen das auf ihren offiziellen Seiten¹ ² —, aber nicht alle: Lovćen Banka führt in ihrer Dokumentenliste für Nicht-Residenten ausdrücklich eine Aufenthalts- oder Arbeitserlaubnis auf, das heißt, bei dieser Bank reicht der Pass allein nicht aus⁴. Die Kosten für Eröffnung und Führung eines Kontos unterscheiden sich zwischen den Banken um ein Vielfaches — von kostenloser Eröffnung bis zu 75 € plus 2,99 €/Monat bei der Prva Banka¹ —, und einen einheitlichen Preis, den man als Marktstandard bezeichnen könnte, haben wir nicht gefunden. Außerdem behalten wir den direkten Zahlungskanal zwischen Serbien und Montenegro im Blick, der seit Dezember 2023 funktioniert¹² ¹³ — dazu später ausführlich mehr; das ist wohl die konkreteste Tatsache speziell für ein serbisches Publikum. Die Versprechen einzelner Agenturen zu „Vergünstigungen für serbische Staatsbürger ohne Bankgebühren“ konnten wir dagegen unabhängig nicht bestätigen¹⁵ — wir verwenden sie mit Vorsicht, Details dazu in einem eigenen Abschnitt.
Formal — nein. Das haben wir bereits im Beitrag über Devisenkontrolle und legale Zahlung der Wohnung behandelt: Rechtlich ist ein Konto bei einer montenegrinischen Bank weder für den Käufer noch für den Verkäufer zwingend — die Zahlung kann per SWIFT-Überweisung direkt von einer ausländischen Bank auf das Konto des Verkäufers erfolgen. Zen Gardens verfügt als Bauträger bereits über ein Konto bei einer montenegrinischen Bank, weshalb unsere Käufer allein für die Transaktion kein eigenes Konto eröffnen müssen.
Seit dem 12. Mai 2026 sind jedoch Änderungen am Zakon o sprečavanju pranja novca i finansiranja terorizma (Gesetz zur Bekämpfung von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung) in Kraft, die Barzahlungen ab 10.000 € bei Immobiliengeschäften verbieten — das Verbot gilt auch für die Aufteilung des Betrags auf mehrere Teilzahlungen unterhalb der Schwelle, wenn es sich der Sache nach um ein einziges Geschäft handelt. Diese Tatsache haben wir bereits beim Thema Devisenkontrolle festgehalten, hier nur als Erinnerung: Wer noch überlegt, einen Teil der Summe bar mitzubringen — seit Mai 2026 ist das bei Immobiliengeschäften keine Option mehr, nur noch die Banküberweisung, und damit ist ein Konto (das eigene oder das des Verkäufers) ohnehin Teil des Zahlungsablaufs.
Eine andere Frage ist das Leben nach dem Kauf. Hier verwandelt sich das Konto schnell von „nicht zwingend“ in „deutlich bequemer“. Nebenkosten, Grundsteuer, die Kfz-Haftpflicht (OSAGO) und die technische Prüfung bei der Fahrzeugzulassung (dazu mehr im Beitrag über Auto und Führerschein), Abonnements und Dienste, die eine lokale Karte verlangen — all das lässt sich auch per Auslandsüberweisung bezahlen, in der Praxis ist das aber entweder wegen der Gebühren teurer oder schlicht langsamer. Ein Konto mit lokaler Debitkarte und Online-Banking erledigt diese kleineren Zahlungen, ohne jedes Mal die Währung umrechnen zu müssen.
Die Liste der Banken, die auf ihren Websites ausdrücklich über die Arbeit mit nicht-residenten Privatpersonen sprechen, ist nicht lang, aber es gibt sie. Die Prva Banka Crne Gore beschreibt auf ihrer offiziellen Seite zu Devisenkonten die Eröffnung eines Kontos für Nicht-Residenten anhand eines einzigen Dokuments — Personalausweis oder Reisepass — in jeder Filiale der Bank¹. Die Adriatic Bank schreibt auf ihrer Seite zu Konten für Privatpersonen ausdrücklich, dass sie „residente und nicht-residente Privatpersonen“ bedient, und für die Eröffnung genügt eine Identitätskarte oder ein Reisepass². Auch die Lovćen Banka eröffnet Nicht-Residenten Konten, allerdings mit einer wichtigen Einschränkung — dazu weiter unten mehr in einem eigenen Abschnitt. Laut einem inoffiziellen, aber ausführlichen Überblick über Banken für Ausländer in Montenegro bedienen neben den genannten auch die Hipotekarna Banka, die Erste Bank (mit der laut eigener Angabe niedrigsten Gebühr am Markt — rund 0,99 €/Monat — und der Möglichkeit, das Konto online aus der Ferne zu eröffnen), die Universal Capital Bank sowie die CKB Nicht-Residenten, wobei die Kontoeröffnung bei der CKB in diesem Überblick als kostenlos bezeichnet wird³. Jede einzelne Zahl aus diesem Überblick konnten wir auf den offiziellen Seiten der Banken nicht unabhängig bestätigen — konkret für Erste und CKB haben wir keine direkten offiziellen Seiten mit Preisangaben gefunden —, weshalb wir sie als Orientierung zum Vergleich anführen und nicht als garantierten Tarif.
Hier lohnt sich Klarheit zu einer Frage, die in verschiedenen Quellen genau gegensätzlich beschrieben wird. Ein Teil der Quellen versichert, dass für Nicht-Residenten ein Pass für das Konto genügt; ein anderer Teil sagt, man brauche zuerst eine Aufenthaltserlaubnis. Die Prüfung anhand der offiziellen Seiten der Banken selbst zeigt: Die Wahrheit ist nicht einheitlich, sie ist bei jeder Bank anders.
Prva Banka und Adriatic Bank sprechen auf ihren offiziellen Seiten genau vom Pass als ausreichendem Dokument, ohne eine Aufenthaltserlaubnis zu erwähnen¹ ². Die Lovćen Banka dagegen führt in der Dokumentenliste für die Eröffnung eines Transaktionskontos für Nicht-Residenten ausdrücklich eine „Aufenthalts- oder Arbeitserlaubnis“ als eigenen Pflichtpunkt neben dem Ausweisdokument auf⁴ — bei dieser konkreten Bank reicht der Pass allein also nicht aus. Das erklärt, warum verschiedene Blogs und Umzugsagenturen sich widersprechende Ratschläge geben: Vermutlich beschreibt jeder die Erfahrung mit einer konkreten Bank und nicht eine allgemeine Regel für alle Banken zugleich. Die praktische Schlussfolgerung ist einfach: Bevor Sie zur Filiale fahren, klären Sie die Anforderungen genau bei der Bank ab, die Sie gewählt haben — eine einheitliche Regel für das gesamte montenegrinische Bankensystem haben wir nicht gefunden.
Genaue Zahlen ließen sich nur für eine Bank finden — die Prva Banka Crne Gore veröffentlicht ihre Preisliste direkt auf der Website: 75 € für die Eröffnung des ersten Kontos, 75 € für jedes weitere Konto desselben Nicht-Residenten und 2,99 € pro Monat für die Kontoführung; Saldenbescheinigungen in jeder Filiale, Online-Banking und Mobile-Banking sind dabei kostenlos, und man kann eine Vollmacht zur Kontoverwaltung für eine andere Person ausstellen lassen¹. Das ist die einzige Zahl, die wir als offiziell durch die Bank selbst bestätigt bezeichnen können.
Laut dem oben erwähnten inoffiziellen Überblick ist die Kontoführung bei der Erste Bank günstiger — rund 0,99 €/Monat —, und bei der CKB ist die Kontoeröffnung grundsätzlich kostenlos³. Diese große Preisspanne legt nahe, dass man die Gebühren direkt vergleichen sollte, bevor man sich für eine Bank entscheidet, statt sich auf einen einzigen gemittelten Richtwert aus einem Blog zu verlassen. Zur allgemeinen Praxis für Ausländer — laut mehreren Quellen, die den allgemeinen Ablauf beschreiben — kostet die Kontoeröffnung bei den meisten Banken zwischen 0 und 5 €, die Führung rund 1 €/Monat⁵, doch diese Zahlen sind an keine konkrete Bank gebunden und decken sich nicht genau mit den Angaben der Prva Banka, weshalb wir sie separat anführen — als weitere Spanne, nicht als Präzisierung der ersten.
Neben dem Pass (und, bei einigen Banken, der Aufenthaltserlaubnis — siehe oben) wiederholen sich in allgemeinen Überblicken zum Ablauf am häufigsten: ein Nachweis der Wohnadresse, mitunter ein Nachweis der Einkommensquelle oder der Legalität der Mittel, ein Kontoauszug der letzten 6–12 Monate vom bisherigen Konto sowie ein ausgefülltes Bankformular⁵ ⁶. Keine der Quellen liefert eine für alle Banken verbindliche, einheitliche Liste — die tatsächlich verlangten Unterlagen in einer konkreten Filiale können von der allgemeinen Beschreibung abweichen, und das ist dasselbe Prinzip, das wir bereits im Beitrag über die Prüfung der Rechtssicherheit einer Immobilie festgehalten haben: Bevor man sich auf eine allgemeine Liste aus einem Blog verlässt, lohnt es sich, direkt bei der Stelle nachzufragen, die tatsächlich Ihre Unterlagen bearbeiten wird. Zur Bearbeitungsdauer: von wenigen Tagen bis etwa zwei Wochen, je nach Quelle⁶ — eine genaue einheitliche Zahl gibt es nicht.
Eine eigene Frage, die häufig verwechselt wird: Braucht man die montenegrinische Steuernummer (PIB), um ein privates Konto zu eröffnen? Nach den Dokumenten, die wir finden konnten — zum Beispiel das Nicht-Residenten-Formular zur Kontoeröffnung bei der Addiko Bank —, taucht die PIB im Abschnitt für juristische Personen auf (dort wird ausdrücklich nach „Name der juristischen Person“ und „Registriernummer der juristischen Person“ gefragt), nicht bei natürlichen Personen⁷. Auf keiner der offiziellen Bankseiten für nicht-residente natürliche Personen, die wir geprüft haben, wird eine PIB-Pflicht erwähnt. Das deckt sich mit dem, was wir bereits aus der Verkaufserfahrung von Zen Gardens wissen: Die lokale Steuernummer wird nicht bei der Kontoeröffnung relevant, sondern später — bei der Eintragung des Eigentums und der Zahlung der Grundsteuer nach dem Kauf, also erst nach der Transaktion, nicht davor.
Hier liegt, wie es scheint, die Auflösung eines weiteren Widerspruchs zwischen Quellen — jenes, bei dem manche Blogs schreiben „seit Januar 2023 eröffnen Banken ein privates Konto nur noch für Residenten“, während die offiziellen Seiten der Banken für Nicht-Residenten das ausdrücklich widerlegen. Die Zentralbank Montenegros hat ein eigenes, offiziell reguliertes Produkt — „račun za plaćanje sa osnovnim uslugama“ (Basis-Zahlungskonto) —, das „jedem Verbraucher, der sich rechtmäßig in Montenegro aufhält“ zur Verfügung steht, einschließlich Menschen ohne festen Wohnsitz und Asylsuchenden; für schutzbedürftige Gruppen (Empfänger von Mindesteinkommen, materieller Unterstützung, Personen mit Behinderung) ist die Führung dieses Kontos nach dem Gesetz über die Vergleichbarkeit von Gebühren kostenlos⁸ ⁹. Das ist, wie wir es lesen, ein anderes Produkt als das „Nicht-Residenten-Konto“, das Prva Banka, Adriatic Bank und andere gesondert anbieten — beide werden nur zufällig „ein Bankkonto eröffnen“ genannt, und Blogs verwechseln diese zwei unterschiedlichen Produkte offenbar mitunter miteinander. Diese Hypothese durch eine hundertprozentig offizielle Klarstellung zu bestätigen, in der ausdrücklich stünde „das sind unterschiedliche Produkte“, ist uns nicht gelungen — das ist unsere logische Rekonstruktion auf Basis zweier unabhängig beschriebener Regelungen, kein direktes Zitat des Regulators.
Übrigens, laut einer separaten Untersuchung eben dieses Basiskontos haben von über 50.000 Menschen, die formal Anspruch auf die kostenlose Führung im Rahmen dieser Vergünstigung haben, nur 1.562 Personen tatsächlich ein Konto eröffnet⁹ — das heißt, selbst dort, wo das Gesetz die Kostenfreiheit ausdrücklich garantiert, bleibt die Nachfrage deutlich hinter dem Anspruch zurück. Möglicherweise liegt es, wie die Quelle schreibt, einfach an mangelnder Bekanntheit und nicht an realen Hürden.
Gesondert sollte man wissen: Einlagen bei montenegrinischen Banken sind durch den staatlichen Fond za zaštitu depozita (Fonds zum Schutz der Einlagen) bis zu einer Höhe von 50.000 € pro Einleger und Bank versichert — das bestätigen sowohl der offizielle Text des Gesetzes zum Schutz der Einlagen, veröffentlicht auf dem Portal der Zentralbank, als auch eine unabhängige Meldung des Fernsehsenders RTCG¹⁰ ¹¹. Für ein Konto, auf dem man nicht die gesamte Kaufsumme für eine Immobilie auf einmal hält, sondern den laufenden Saldo für Nebenkosten und Alltagsausgaben, deckt dieser Schutzbetrag den Kontostand in der Regel mit großem Puffer ab.
Hier eine Tatsache, die offenbar am konkretesten ein serbisches Publikum betrifft — und die wir anhand offizieller Quellen beider Seiten überprüfen konnten. Seit dem 11. Dezember 2023 betreiben die Nationalbank Serbiens (NBS) und die Zentralbank Montenegros gemeinsam ein System des direkten Euro-Zahlungsclearings zwischen Serbien, Montenegro und Bosnien-Herzegowina — ohne zwischengeschaltete Banken aus Drittländern¹² ¹³. Laut Aussage der NBS-Gouverneurin Jorgovanka Tabaković werden Überweisungen über diesen Kanal noch am selben Tag ausgeführt, wenn der Auftrag bis 14:00 Uhr eingereicht wird, und zu „deutlich günstigeren Konditionen“ als über die bisherigen Wege mit zwischengeschalteten Banken¹³.
Der praktische Umfang ist allerdings bescheiden. Laut Angaben der Zentralbank Montenegros, zitiert in einer Veröffentlichung des Portals Bankar.me vom April 2025, ist auf montenegrinischer Seite bislang nur eine einzige Bank an das System angeschlossen — die Universal Capital Bank (Podgorica) —, und ein Vertreter des Regulators bezeichnete die Wirkung des Kanals ausdrücklich als „bislang sehr begrenzt“¹⁴. Im Zeitraum von Dezember 2023 bis Ende Februar 2025 wurden über den Kanal rund 45,4 Mio. € zwischen Serbien und Montenegro abgewickelt (1.399 ausgehende Transaktionen im Wert von 35,5 Mio. € und 141 eingehende im Wert von 9,9 Mio. €)¹⁴. Mit anderen Worten: Der Kanal funktioniert tatsächlich und ist objektiv schneller und günstiger als die alten Wege, doch seine unmittelbaren Vorteile lassen sich bislang nur über die Universal Capital Bank nutzen — ist Ihre Bank eine andere, kommen Ihnen die Zeit- und Gebührenersparnis aus diesem konkreten Abkommen höchstwahrscheinlich nicht zugute.
Gesondert möchten wir vor einer Aussage warnen, auf die wir bei einer Agentur für Transaktionsbegleitung in Montenegro gestoßen sind: Auf deren Seite steht, dass „für serbische Staatsbürger seit 2024 keine Bankgebühr“ bei der Eröffnung eines Nicht-Residenten-Kontos anfällt¹⁵. Wir haben versucht, dafür eine Bestätigung in offiziellen Quellen zu finden — auf den Seiten der Banken, beim Regulator, in Nachrichten über zwischenstaatliche Abkommen — und keine gefunden. Die Agentur selbst verkauft dabei eine kostenpflichtige Begleitung der Kontoeröffnung für 1.490 € und verweist zur Untermauerung ihrer Aussage über die Vergünstigung für Serben auf kein einziges Gesetz und kein Abkommen.
Wir behaupten nicht, dass diese Aussage falsch ist — möglicherweise beruht sie auf der tatsächlichen Erfahrung konkreter Kunden der Agentur mit einer konkreten Bank. Aber nach dem Standard dieses Artikels — nur zu veröffentlichen, was unabhängig bestätigt ist — können wir das nicht als Tatsache aufnehmen. Wenn Sie serbischer Staatsbürger sind und man Ihnen irgendwo eine gesonderte Vergünstigung bei den Bankgebühren verspricht, ist unser Rat: Bitten Sie Ihr Gegenüber um den genauen Verweis auf das Gesetz, das Abkommen oder die offizielle Bankseite, statt es einfach zu glauben.
Aus dem oben Gesagten ergeben sich drei praktische Fallstricke. Erstens: das Konto für eine zwingende Voraussetzung des Wohnungskaufs zu halten — das stimmt nicht, wie wir bereits im Beitrag über die Devisenkontrolle geschrieben haben, aber nach Mai 2026 ist Bargeld bei Immobiliengeschäften ohnehin außer Reichweite, sodass die Banküberweisung praktisch immer Teil des Ablaufs ist.
Zweitens: anzunehmen, dass, weil eine Bank nur den Pass verlangt, das bei allen so ist. Besser gleich die Anforderungen der konkreten Bank klären — die Lovćen Banka etwa verlangt gesondert eine Aufenthalts- oder Arbeitserlaubnis, während Prva Banka und Adriatic Bank sich auf den Pass beschränken.
Drittens: das „Nicht-Residenten-Konto“ (das, was die meisten Umziehenden tatsächlich brauchen) mit dem „Basis-Zahlungskonto“ mit kostenloser Führung für Vergünstigungsberechtigte zu verwechseln, das für Menschen gedacht ist, die bereits rechtmäßig im Land leben, und nicht für Ausländer, die erst noch umziehen wollen.
Zusammengefasst als Handlungsschritte: Prüfen Sie zunächst, ob für Ihre konkrete Transaktion überhaupt ein Konto nötig ist — läuft die Zahlung per Überweisung und verfügt der Verkäufer (wie Zen Gardens) bereits über ein lokales Konto, ist ein eigenes Konto des Käufers allein für den Kauf nicht erforderlich. Wenn Sie dauerhaft umziehen möchten, wählen Sie die Bank anschließend anhand zweier Kriterien — welche Unterlagen sie tatsächlich von Nicht-Residenten verlangt (Pass oder zusätzlich eine Aufenthaltserlaubnis) und wie hoch ihre Gebühren sind — und klären Sie das direkt auf der Website der Bank oder telefonisch, nicht anhand der Wiedergabe in einem Blog. Nach der Kontoeröffnung nutzen Sie es für Nebenkosten, Grundsteuer und Kfz-Versicherung — genau hier macht sich der Unterschied zu Auslandsüberweisungen am schnellsten bemerkbar. Und behalten Sie die Einlagensicherung im Kopf — bis zu 50.000 € pro Bank sind staatlich versichert, das reicht für den laufenden Saldo in fast jeder Situation aus.
Dasselbe Prinzip — die konkreten Bedingungen für den eigenen Fall zu prüfen, statt sich auf gemittelte Zahlen aus Blogs zu verlassen — haben wir bereits in den Beiträgen über den Immobilienkredit für Ausländer und die Lebenshaltungskosten in Montenegro angewendet. Wenn Sie das Projekt bereits im Blick haben, finden Sie Details und ein Kontaktformular für Fragen auf der Projektseite.
Quellen