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Bar veya Budva: 2026 yılında Karadağ’da gayrimenkul satın almak için en iyi yer neresidir?

Autor: Oleg Razumnov
Gründer und Baudirektor von Zen Gardens
Seit mehr als 20 Jahren beschäftigt er sich mit der Planung und dem Bau von Wohnimmobilien.
Er lebt in Montenegro und untersucht, wie Architektur, technische Lösungen und die Umgebung die Lebensqualität, die Gesundheit und die Langlebigkeit des Menschen beeinflussen.
29.06.2026
·
7 minuten Lesung

Bar oder Budva: Die kurze Antwort

Bar und Budva liegen an derselben Adriaküste, eignen sich jedoch für unterschiedliche
Kaufstrategien.

Budva ist das wichtigste Touristenzentrum Montenegros mit hoher internationaler Bekanntheit,
einem gut entwickelten Markt für Ferienvermietungen und einer konstant starken Nachfrage
nach Immobilien in Meeresnähe. Gleichzeitig müssen Käufer mit höheren Quadratmeterpreisen,
starkem Sommerverkehr, mehr Lärm und einer deutlich stärkeren Belastung der städtischen
Infrastruktur rechnen.

Bar wirkt ruhiger und großzügiger. Der Einstieg in den Immobilienmarkt ist günstiger, es stehen
mehr Flächen für zukünftige Entwicklungen zur Verfügung, der saisonale Druck ist geringer und
die Stadt eignet sich besser für ein ganzjähriges Leben. Dafür sind die touristische Nachfrage
und die Einnahmen aus kurzfristigen Vermietungen im Allgemeinen niedriger als in Budva.

Zusammengefasst lässt sich sagen: Budva eignet sich vor allem für Käufer, die auf
Ferienvermietung und einen etablierten Ferienort mit hoher Liquidität setzen. Bar ist die
bessere Wahl für Menschen, die eine Immobilie zum dauerhaften Wohnen, für
langfristigen Besitz oder als Investition in eine Stadt mit weiterem Entwicklungspotenzial
suchen.

Der wichtigste Unterschied zwischen Bar und Budva

Budva hat sich über Jahrzehnte hinweg zum bedeutendsten Badeort Montenegros entwickelt.
Hier konzentrieren sich Strände, Nachtleben, Restaurants, Hotels und ein großer Teil des
Marktes für Ferienwohnungen. Während der Hauptsaison vervielfacht sich die Einwohnerzahl,
und ein Großteil der lokalen Wirtschaft richtet sich fast ausschließlich auf den Tourismus aus.

Bar funktioniert nach einem anderen Prinzip. Die Stadt ist nicht nur ein Ferienort, sondern
zugleich ein vollwertiges regionales Zentrum mit Hafen, Eisenbahnanschluss, Krankenhaus,
Schulen, Behörden, Einkaufszentren und einem normalen Alltagsleben, das auch nach Ende der
Sommersaison unverändert weitergeht.

Genau dieser Unterschied sollte die Grundlage jeder Kaufentscheidung sein.

Der Käufer vergleicht nicht einfach zwei Wohnungen an der Adriaküste.

Er entscheidet sich zwischen zwei unterschiedlichen Lebensmodellen und zwei verschiedenen
Arten, eine Immobilie zu nutzen.

Wo sind Immobilien teurer?

Nach den offiziellen Daten des montenegrinischen Statistikamtes MONSTAT lag der
durchschnittliche Quadratmeterpreis für Neubauwohnungen in der gesamten Küstenregion im
vierten Quartal 2025 bei 2.570 Euro. Dabei werden jedoch Bar, Budva, Kotor, Tivat, Ulcinj und
Herceg Novi gemeinsam ausgewertet, sodass keine separaten Durchschnittswerte für einzelne
Städte veröffentlicht werden.

Für einen direkten Vergleich müssen daher Angebotsdaten herangezogen werden. Laut der
Marktanalyse des Immobilienportals Estitor lag der durchschnittliche Angebotspreis für
Wohnungen in Budva im zweiten Quartal 2026 bei rund 3.309 Euro pro Quadratmeter. In
Premiumprojekten und besonders gefragten Lagen werden deutlich höhere Preise erzielt.

In Bar liegen die aktuellen Angebotspreise im Durchschnitt niedriger. Für einen großen Teil der
analysierten Angebote nennt Estitor einen Durchschnitt von etwa 2.746 Euro pro
Quadratmeter. Dabei handelt es sich um Angebotspreise und nicht zwangsläufig um die
endgültigen Verkaufspreise.

Bei einer Wohnung mit 60 Quadratmetern Wohnfläche kann selbst dieser durchschnittliche
Preisunterschied bereits mehr als 30.000 Euro betragen. In der Praxis fällt der Abstand häufig
noch größer aus, wenn vergleichbare Neubauten mit Stellplatz, Terrasse und unverbaubarem
Ausblick gegenübergestellt werden.

Dass Budva teurer ist, überrascht nicht. Käufer bezahlen für die Bekanntheit des Ferienortes, das
begrenzte Angebot in den begehrtesten Lagen, den starken Tourismus und den etablierten Markt
für Ferienvermietungen.

Bar bietet dagegen ein anderes Preis-Leistungs-Verhältnis. Mit demselben Budget erhält man
häufig eine größere Wohnung, ein neueres Gebäude, einen Stellplatz, eine ruhigere Lage oder
eine hochwertigere technische Ausstattung.

Wo gibt es mehr Touristen und eine stärkere Nachfrage nach
Ferienvermietungen?

Beim touristischen Aufkommen liegt Budva eindeutig vorne.

Montenegro empfing im Jahr 2025 rund 2,73 Millionen Touristen, die zusammen mehr als
15,36 Millionen Übernachtungen verzeichneten. Fast 96 Prozent aller Übernachtungen
entfielen auf ausländische Gäste. Traditionell vereint Budva den größten Anteil des Tourismus an
der montenegrinischen Adriaküste auf sich.

Für Eigentümer einer Wohnung in Budva ergeben sich daraus mehrere Vorteile. Immobilien
lassen sich leichter auf internationalen Buchungsplattformen vermarkten, der Ort ist Touristen
weltweit bekannt und während der Hauptsaison können deutlich höhere Übernachtungspreise
erzielt werden. Besonders gefragt sind Wohnungen in Meeresnähe, in der Altstadt oder in
unmittelbarer Nähe der touristischen Infrastruktur.

Hohe Umsätze bedeuten allerdings nicht automatisch eine höhere Rendite. In Budva sind die
Kaufpreise höher, die Konkurrenz unter tausenden Ferienwohnungen größer, die
Verwaltungskosten steigen und die stärkere Nutzung führt häufig auch zu höherem Verschleiß.
Darüber hinaus hängen die Einnahmen stark von Lage, Ausstattung, Entfernung zum Meer,
Parkplatzsituation und professionellem Management ab.

Bar empfängt deutlich weniger Touristen. Daher wäre es unrealistisch, dieselbe Auslastung oder
dieselben Spitzenpreise wie in Budva zu erwarten. Dafür ist der Einstieg in den Markt günstiger,
und die Vermietung verteilt sich häufig gleichmäßiger über das gesamte Jahr, weil viele
Menschen nicht nur zum Urlaub, sondern auch zum Arbeiten oder für einen längeren Aufenthalt
nach Bar kommen.

Für eine reine Ferienvermietung bietet Budva daher meist die besseren Voraussetzungen.
Wer hingegen eine Kombination aus Eigennutzung, mittelfristiger Vermietung und langfristigem
Werterhalt anstrebt, findet in Bar häufig die ausgewogenere Lösung.

Wo lebt es sich das ganze Jahr über angenehmer?

Budva ist ideal für Menschen, die das lebendige Umfeld eines großen Ferienortes schätzen.
Im Winter wird die Stadt deutlich ruhiger. Während der Sommermonate verändert sich das Bild
jedoch erheblich. Verkehrsstaus, Parkplatzmangel, Lärm, große Besucherströme und stark
frequentierte Strände gehören dann zum Alltag. Besonders ausgeprägt ist dies im Stadtzentrum,
entlang der Promenade und in den wichtigsten Touristenzonen.

Für einen zwei- oder dreiwöchigen Urlaub kann genau diese Dynamik ein Vorteil sein.

Restaurants, Cafés, Clubs und Veranstaltungen sorgen ständig für Abwechslung.

Für Menschen, die dauerhaft dort leben möchten, ist dieses Umfeld jedoch nicht immer ideal.
Bar behält das ganze Jahr über einen wesentlich gleichmäßigeren Rhythmus. Der Alltag ist
einfacher organisiert, die Stadt ist deutlich weniger vom Tourismus abhängig und wirkt
insgesamt großzügiger. Breitere Straßen, eine lockerere Bebauung und mehrere ruhige
Wohnviertel bieten mehr Auswahl zwischen Stadtzentrum, Wohngebieten und Vororten.
Natürlich gibt es auch in Bar während der Sommersaison mehr Verkehr und gelegentlich
Parkplatzprobleme, insbesondere in Küstennähe.

Der Umfang dieser saisonalen Belastung ist jedoch deutlich geringer als in Budva.

Für Familien mit Kindern, Menschen im Homeoffice, Ruheständler oder Käufer, die den größten
Teil des Jahres in Montenegro verbringen möchten, ist Bar deshalb häufig die praktischere Wahl.

Welche Stadt bietet die bessere Infrastruktur?

Auf den ersten Blick scheint Budva durch die große Zahl an Restaurants, Hotels, Geschäften und
Freizeitangeboten im Vorteil zu sein.

Für Urlauber stimmt das zweifellos.

Doch Infrastruktur für Touristen und Infrastruktur für den dauerhaften Alltag sind nicht dasselbe.
Budva verfügt über ein hervorragend entwickeltes Dienstleistungsangebot, zahlreiche
Restaurants und Cafés, Privatkliniken, Schulen, Sporteinrichtungen sowie eine gute
Straßenanbindung nach Tivat und in die Bucht von Kotor. Gleichzeitig stößt das Straßennetz
zunehmend an seine Kapazitätsgrenzen, und die Möglichkeiten für eine weitere Ausdehnung des
Stadtzentrums sind begrenzt.

Bar besitzt dagegen ein eigenes Krankenhaus, einen Bahnhof, einen Seehafen, Schulen,
Behörden und große Einkaufszentren. Über die Eisenbahn ist die Stadt direkt mit Podgorica und
weiter mit Serbien verbunden – eine Verbindung, über die Budva nicht verfügt.

Für Immobilienkäufer bedeutet das, dass Bar nicht nur ein Ferienort, sondern ein eigenständiges
regionales Zentrum mit ganzjährig funktionierender Infrastruktur ist.

Welche Stadt bietet mehr Potenzial für zukünftige
Entwicklung?

Budva ist bereits sehr dicht bebaut. Freie Grundstücke in den begehrtesten Lagen werden immer
seltener, und neue Wohnprojekte entstehen zunehmend an den Hängen oberhalb der Stadt oder
weiter außerhalb des historischen Zentrums.

Dieses begrenzte Angebot trägt dazu bei, die Preise bestehender Immobilien zu stützen und kann
deren Wert langfristig weiter steigen lassen. Gleichzeitig erhöht sich jedoch das Risiko einer
stärkeren Verkehrsbelastung, einer weiteren Verdichtung der Bebauung und des Verlusts offener
Ausblicke.

Bar verfügt dagegen über deutlich größere Flächenreserven. Die Stadt kann sich nicht nur in die
Höhe oder entlang der Berghänge entwickeln, sondern ihre Wohngebiete auch schrittweise
erweitern.

Für Investoren eröffnet dies sowohl Chancen als auch Herausforderungen. Das
Entwicklungspotenzial kann neue Infrastruktur, Unternehmen und Einwohner anziehen.
Gleichzeitig bedeutet das größere Flächenangebot jedoch auch, dass künftig mehr Wohnprojekte
auf den Markt kommen können.

Deshalb ist es in Bar besonders wichtig, nicht einfach irgendeine Wohnung zu kaufen, sondern
ein Projekt mit einer starken Lage, hochwertiger Bauqualität und Eigenschaften auszuwählen,
die sich nicht ohne Weiteres durch neue Bauvorhaben ersetzen lassen.

Welche Stadt bietet die höhere Liquidität?

Budva genießt eine deutlich höhere internationale Bekanntheit. Ausländische Käufer wissen
meist bereits, wo sich die Stadt befindet und warum sie jedes Jahr Millionen von Touristen
anzieht. Dadurch vergrößert sich automatisch der Kreis potenzieller Käufer und Mieter.

Eine Wohnung in guter Lage, mit marktgerechtem Preis, einwandfreier Dokumentation und
gepflegtem Zustand bleibt in Budva in der Regel eine sehr liquide Immobilie. Hohe Liquidität
gilt jedoch nicht automatisch für jedes Objekt. Wohnungen ohne Stellplatz, mit ungünstiger
Zufahrt, nicht genehmigten Umbauten oder unrealistischen Preisvorstellungen können sich auch
in Budva nur schwer verkaufen.

Bar ist international noch weniger bekannt. Gleichzeitig ermöglicht das niedrigere Preisniveau
einem größeren Käuferkreis den Markteintritt, während die fortschreitende Entwicklung der
Stadt die Nachfrage kontinuierlich stärkt.

Langfristig wird die Liquidität in Bar davon abhängen, wie schnell sich Infrastruktur, Tourismus
und hochwertige Wohnprojekte weiterentwickeln. Deshalb spielt die Auswahl des richtigen
Projekts hier eine besonders wichtige Rolle.

Welche Stadt bietet das größere Investitionspotenzial?

Budva und Bar stehen für zwei unterschiedliche Investitionsmodelle.

Budva ist ein reifer Immobilienmarkt. Seine Vorteile sind seit Langem bekannt und spiegeln sich
bereits weitgehend im Preisniveau wider. Käufer investieren in einen etablierten Ferienort mit
starker touristischer Nachfrage und einem gut funktionierenden Vermietungsmarkt, zahlen dafür
jedoch einen höheren Einstiegspreis.

Bar befindet sich dagegen in einer früheren Entwicklungsphase. Immobilien sind günstiger, die
Stadt wächst weiter und der Preisunterschied zu den teureren Küstenorten eröffnet Spielraum für
zukünftige Wertsteigerungen. Diese Strategie erfordert allerdings Geduld. Die Preisentwicklung
kann unterschiedlich verlaufen, und kurzfristige Ferienvermietungen erzielen nicht immer
dieselben Ergebnisse wie in Budva.

Wer möglichst schnell Einnahmen aus der Ferienvermietung erzielen möchte, findet in Budva
meist die kalkulierbarere Lösung.

Wer dagegen auf langfristigen Wertzuwachs setzt, einen niedrigeren Einstiegspreis sucht und die
Immobilie fünf bis zehn Jahre halten möchte, findet in Bar häufig das attraktivere Verhältnis
zwischen Kaufpreis und Entwicklungspotenzial.

Bar oder Budva für Familien mit Kindern

Für Familien zählen weit mehr Faktoren als Strandnähe oder Meerblick.

Schulen, medizinische Versorgung, Einkaufsmöglichkeiten, Parkplätze, Lärmbelastung, sichere
Wege und eine funktionierende Infrastruktur während des gesamten Jahres sind mindestens
ebenso wichtig.

Budva kann für Familien attraktiv sein, die das lebendige Umfeld eines Ferienortes schätzen und
mit der höheren Aktivität während der Sommersaison gut zurechtkommen. Dennoch empfiehlt
es sich, Wohnungen nicht in den lautesten Straßen zu wählen und die tatsächlichen Fahrzeiten zu
Schulen oder anderen wichtigen Einrichtungen gerade im Sommer sorgfältig zu prüfen.

Bar eignet sich häufig besser für Familien, die dauerhaft in Montenegro leben möchten. Hier
findet man leichter ruhige Wohnviertel, größere Wohnungen und insgesamt ein entspannteres
städtisches Umfeld. Mit demselben Budget erhält man in der Regel mehr Wohnfläche und mehr
Freiraum rund um das Gebäude.

Bar oder Budva für Investoren

Für Investoren, deren Schwerpunkt ausschließlich auf der kurzfristigen Ferienvermietung liegt,
bietet Budva meist die besseren Voraussetzungen. Der starke Tourismus, die internationale
Bekanntheit und die hohe Nachfrage während der Saison ermöglichen bei der richtigen
Immobilie attraktive Mieteinnahmen.

Wer dagegen auf langfristige Wertsteigerung setzt, den Einstiegspreis möglichst niedrig halten
möchte und bereit ist, mehrere Jahre zu investieren, findet in Bar häufig die interessantere
Option.

Entscheidend ist dabei die Qualität der Immobilie.

Eine gewöhnliche Wohnung ohne besondere Merkmale konkurriert in beiden Städten mit
Hunderten ähnlicher Angebote. Ein Projekt mit moderner Gebäudetechnik, hochwertiger
Bauqualität, guter Schalldämmung, Stellplätzen und einer Infrastruktur für ganzjähriges Wohnen
besitzt deutlich bessere Chancen, seinen Wert langfristig zu erhalten.

Bar oder Budva – Der direkte Vergleich

Welche Stadt ist die richtige Wahl?

Auf diese Frage gibt es keine allgemeingültige Antwort.

Budva ist die bessere Wahl für Käufer, die sich auf Ferienvermietung, eine hohe touristische
Nachfrage, internationale Bekanntheit und eine möglichst einfache spätere Wiederveräußerung
konzentrieren.

Bar eignet sich besser für Menschen, die eine Immobilie zum dauerhaften Wohnen, für ihre
Familie oder als langfristige Investition in einer wachsenden Stadt mit niedrigerem
Einstiegspreis suchen.

Der häufigste Fehler besteht darin, die Entscheidung ausschließlich anhand schöner Strandfotos
oder erwarteter Mieteinnahmen zu treffen.

Sinnvoller ist es, sich zunächst über die eigenen Ziele klar zu werden.

Wie viele Monate im Jahr möchten Sie die Wohnung selbst nutzen?

Wer soll Ihre zukünftigen Mieter sein?

Wann planen Sie einen möglichen Verkauf?

Und welches städtische Umfeld passt wirklich zu Ihrem Lebensstil?

Wenn diese Fragen beantwortet sind, fällt auch die Entscheidung zwischen Bar und Budva
deutlich leichter.
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