Menschen vertrauen instinktiv dem, was sie sehen.
Ein unbebautes Grundstück wirkt wie eine dauerhaft freie Fläche. Stehen in der Nachbarschaft
nur zweigeschossige Häuser, erscheint das Viertel dauerhaft niedrig bebaut. Wenig Verkehr
vermittelt den Eindruck eines ruhigen Wohngebiets.
Doch keiner dieser Eindrücke ist eine Garantie.
Fast jedes freie Grundstück besitzt bereits eine festgelegte Nutzung. Dort kann Wohnbebauung,
Gewerbe, Tourismus, Industrie oder Verkehrsinfrastruktur vorgesehen sein. Bebauungspläne
regeln nicht nur die Nutzung eines Grundstücks, sondern auch die zulässige Gebäudehöhe, die
Bebauungsdichte und die Position zukünftiger Gebäude.
Ein Grundstück, das heute völlig unauffällig wirkt, kann deshalb schon in wenigen Jahren die
Wohnqualität der Nachbarhäuser grundlegend verändern.
Ein häufiger Fehler besteht darin, etwas als Teil der eigenen Immobilie zu betrachten, das einem
gar nicht gehört.
Meerblick, Sonnenlicht, ein grüner Hang oder die Ruhe eines unbebauten Nachbargrundstücks
werden oft als selbstverständliche Vorzüge einer Wohnung empfunden. Rechtlich sind sie jedoch
häufig überhaupt nicht geschützt.
Mit dem Kauf erwerben Sie die Wohnung und einen Anteil am Gebäude.
Nicht jedoch den Raum vor Ihren Fenstern.